Puritum verzichtet auf

A

Ammonium Lauryl Sulfate (ALS)

Alternative Begriffe: Ammoniumlaurylsulfat

Eine reinigende, aber stark reizende Substanz. ALS irritiert die Kopfhaut, weil es sie stark entfettet. Auch schwache bis starke Hautentzündungen gehen auf das Konto von Ammonium Lauryl Sulfate – und hier zeigen sich Parallelen zu Sodium Lauryl Sulfate. Um die bedenklichen Effekte von ALS zu mildern, wird es in der Industrie gern mit Cocoamidopropyl Betaine kombiniert – ein ebenfalls nicht unproblematischer Inhaltsstoff.

B

Benzoic Acid

Alternative Begriffe: Phtalic Anhydride, Pentaerythritol, Neopentyl Glycol, Palmitic Acid Copolymer; Benzenecarboxylic Acid, Benzeneformic Acid, Benzenemethanoic Acid, Carboxybenzene, Dracyclic Acid, Phenylcarboxylic Acid, Phenylformic Acid, Benzenecarboxylic Acid

Ein Konservierungsmittel, Filmbildner und Weichmacher. Als chemisches Konservierungsmittel ist Benzoic Acid in BDIH-kontrollierter und NaTrue-zertifizierter Naturkosmetik erlaubt. Als chemischer Weichmacher und Filmbildner für BDIH-kontrollierte Naturkosmetik hingegen verboten. Benzoic Acid kann Allergien auslösen.

C

Cocoamidopropyl Betaine

Alternative Begriffe: Cocoamidopropylbetain, CAPB, Betain, Coco-Betain, Kokosbetain, Betain HT, Kokosfettsäure-Amidopropylbetain, Cocamido Betaine, Cocamidopropyl Dimethyl Glycine, Cocoyl Amide Propylbetaine

Betain wurde 2004 zum Allergen des Jahres gekürt! Weil es überempfindlich macht und die Augen und Haut stark reizt. Und Vorsicht, Betain steckt nicht nur in herkömmlichen Haarshampoos, sondern auch in vielen Bio-Haarshampoos. Deshalb lohnt es sich, stets genauer auf die Etiketten zu schauen. Betain finden Sie zudem in Kontaktlinsenlösungen, in Zahnpasta, Make-up-Entferner und vielen weiteren Produkten, die reinigend wirken. Was nur Wenige wissen: Betain lässt einen Anteil aus der Erdölchemie zu!

D

DEA / TEA (Diethanolamine / Triethanolamine)

Alternative Begriffe: keine Angabe

DEA und TEA sind ph-Wert-Regulierer, Weichmacher, Feuchthaltemittel – und echte Gefahrenstoffe. Oft reagieren sie im Haarshampoo mit anderen chemischen Inhaltsstoffen und bilden dabei gefährliche Nitrosamine. Diese gelten als stark krebserregend und stehen unter Verdacht, Erbgut, Leber und Nieren bleibend zu schädigen. DEA und TEA reizen auch die Schleimhäute, trocknen Haar und Haut aus und verursachen Allergien.

E

EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure)

Alternative Begriffe: Ethylene-Diamino-Tetra-Acetate; Disodium EDTA, Tetrasodium EDTA, Sodium EDTA

Eine synthetische Substanz, auch wenn der Wortbestandteil Essigsäure eine natürliche Herkunft vermuten lässt. EDTA ist überaus bindungswillig: In Haarshampoos verbindet sie sich leicht mit bedenklichen Inhaltsstoffen, wie Parabenen und chemischen UV-Filtern, und schleust diese in Ihren Körper ein. Unsere Umwelt wiederum kann EDTA kaum abbauen. Durchs Haare waschen landet der Stoff erst im Abwasser und Klärschlamm, danach im Wasserkreislauf der Natur. Noch schlimmer: Auf seinem Weg in die Natur bindet EDTA weiterhin wie verrückt Stoffe an sich, vor allem Schwermetalle – im Grund- und Trinkwasser kann man dies nachweisen.

Erdöl

Alternative Begriffe: Mineralöl, Petroleum, Petrolatum, Paraffinöl, Paraffinwachs, Paraffinum Liquidum, Liquidum Paraffinum, Propylenglykol

Für die Industrie ist Erdöl ein probates Schneid- und Schmiermittel, für Ihre Haare und Ihre Haut ein ungesunder Film aus Öl: Denn Erdöl und seine Derivate verstopfen die Poren Ihrer Haut, was die natürliche Hautatmung unterbindet. Toxine, Abfallstoffe und Feuchtigkeit werden dadurch in der Haut eingeschlossen. Der Effekt: Akne und Hautprobleme, verlangsamte Zellentwicklung, vorzeitige Hautalterung. Außerdem kann Erdöl in Haarshampoos Rückstände der krebserregenden Stoffe Formaldehyd und Dioxan enthalten. In der kosmetischen Industrie werden Erdöl & Co. gern benutzt, weil sie unglaublich billig sind.

F

Formaldehydabspalter

Alternative Begriffe: Formaldehyddonatoren, Formaldehyd-Depotstoffe, Quanternium-15, DMDM Hydantoin, Diazolidinyl Urea, Sodium Hydroxymethyl Glycinate, 2-bromo-2-nitropropane-1,3-diol (Bromopol), Imidazolidinyl-Harnstoff, Imidazolidinyl-Urea, Bronidox, 5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane, Diazolidinyl-Harnstoff

In fortschrittlichen Ländern wie Schweden und Japan sind derlei Bakterienkiller in Pflegeprodukten längst verboten, da sie die Gesundheit gefährden: Formaldehydabspalter enthalten Formaldehyd in gebundener Form. Im Haarshampoo bzw. in Ihrer Haut wird das Formaldehyd dann nach und nach freigesetzt. Bereits in geringen Dosen reizt die Substanz die Schleimhäute, lässt die Haut schneller altern, ruft allergische Reaktionen hervor und gilt als krebsverdächtig. Wichtig: Formaldehydabspalter müssen auf Verpackungen deklariert werden – sind sie nicht deklariert, bedeutet das aber nicht, dass sie nicht im Haarshampoo stecken. Denn Haarshampoos können Formaldehydabspalter auch als Verunreinigungen oder als Vorkonservierungen enthalten. Formaldehyd hingegen muss immer deklariert werden.

Farbstoffe, synthetisch

Alternative Begriffe: CI (=Color Index) in Verbindung mit einer fünfstelligen Zahl, wie bspw. CI 77891, CI 60730, CI 47005, CI 42170, CI 42090, CI 15985

Synthetische Farbstoffe – auch in herkömmlichen Haarshampoos stecken sie drin, nicht nur in Colorationen. Häufig sind künstliche Farbstoffe Azo-Farbstoffe. Einige von ihnen stehen unter Verdacht, Amine und Anilin freizusetzen, die als krebserregend eingestuft werden. Sie erkennen künstliche Farbstoffe meistens am Kürzel CI in Verbindung mit einer fünfstelligen Zahl. Synthetische Farbstoffe in Haarpflegeprodukten sind völlig überflüssig. Sie dienen lediglich der Optik des Produkts – allerdings zu einem hohen Preis.

 

K

Künstliche Duftstoffe

Alternative Begriffe: Moschus, Zimtaldehyd, Cinnamal, Baummoos, Eichenmoos, Isoeugenol; Moschus Xylene, Moschus Xylol, Moschus Keton, Musk Ketone; Tonalide (Acetyl Hexamethyl Tetralin) sowie Galaxolide (Hexadydrohexamethyl Cyclopentabenzopyran)

Chemie im Haarshampoo stinkt. Und deshalb greift die Industrie gern auf künstliche Duftstoffe zurück, um diese Chemie zu überdecken. Allerdings haben derlei Stoffe eine stark allergene Wirkung, wie bspw. Cinnamal, Baummoos, Zimtaldehyd, Moschus Xylol und Moschus Keton. Manche synthetische Duftstoffe, insbesondere die Moschusverbindungen, gelten sogar als krebserregend. Selbst in Muttermilch konnten diese nachgewiesen werden. Biologisch sind sie zudem kaum abbaubar. Wichtig: Moschusverbindungen und viele weitere synthetische Duftstoffe werden auf Verpackungen unter der Sammelbezeichnung Parfüm oder Aroma geführt – ein gefährliches Versteckspiel.

M

Methylisothiazolinon (MIT)

Alternative Begriffe: Methylisothiazolon, Methylchloroisothiazolinone

Methylisothiazolinon – der Bakterienkiller mit dem unaussprechlichen Namen wird gern in Haarshampoos verwendet, um sie länger haltbar zu machen. MIT steht unter Verdacht, Nervenzellen zu schädigen und insbesondere die ungeborene Frucht. Bei manchen Menschen löst Methylisothiazolinon zudem starke Kontaktallergien aus.

O

Oxybenzone

Alternative Begriffe: Benzophenone 3, Dibenzoylmethane, Butyl Methoxydibenzoylmethane

UV-Schutz im Haarshampoo – das klingt nach Luxus, und Oxybenzone machen’s möglich. Vor allem im Shampoo für coloriertes Haar werden sie verwendet. Dennoch sind Oxybenzone prominente Allergieauslöser. Durch ihre Störung des Hormonhaushalts sowie durch ihre zellschädigende Wirkung stehen sie außerdem unter Verdacht, Krebs auszulösen. Dann lieber ein Haarshampoo ohne UV-Schutz, denn ein Sonnenhut tut es auch.

P

Parabene

Alternative Begriffe: Methylparaben, Etyhlparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isobutylparaben, Isopropylparaben und Phenylparaben. Metagin, Propagin, Oxybenzoesäure/Oxybezoat, Hydroxybezoesäure/Hydroxybenzoat, PHB und Parahydroxybenzoat

Parabene hemmen das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen: in Haarshampoos und Duschgels, in Make-up und Sonnencreme, ja sogar in Lebensmitteln. Insofern sind Parabene breit genutzte Konservierungsmittel. Problematisch ist: Parabene wirken ähnlich wie Östrogen, sie bringen den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Bei Männern können Parabene zur Verweiblichung der Brust führen. Bei Frauen zu PMS und Stimmungsschwankungen, ebenso zu Gebärmutterkrebs. Eine britische Studie von 2004 untersuchte Parabene vor allem in Zusammenhang mit Brustkrebs-Erkrankungen. In diese Richtung gibt es allerdings noch viel Forschungsbedarf. Zusätzlich verursachen Parabene Allergien und Hautausschläge.

PEG (Polyethylenglykol) & PEG-Derivate

Alternative Begriffe: Stoffe, die „PEG-“ als Vorsilbe haben, wie bspw. PEG-55 Propylene, PEG-3 Disterate, PEG-12 Dimethicone, PEG-41 Aminoethyl; Stoffe, die die Silbe „eth“ in Verbindung mit einer Zahl enthalten, wie bspw. Ceteareth-33; oder auch: Polysorbate, Copolyol und Polyglycol

PEG und seine Derivate stecken in Farben, Lacken und Bremsflüssigkeiten – und in den meisten herkömmlichen Haarshampoos. Hier werden die billigen und daher beliebten PEGs als Emulgatoren verwendet, die Wasser und Fette miteinander verbinden. Für den menschlichen Körper aber bedeutet das: Die Zellwände weichen auf, die Haut wird durchlässig für das Eindringen von Schadstoffen. PEGs stören auf diese Weise auch die natürliche Feuchtigkeitsregulierung der Haut, was sie frühzeitig altern lässt. Um PEG herzustellen, wird übrigens der Stoff Ethylenoxid eingesetzt – eine extrem reaktive Substanz, die potentiell krebserregend sowie erbgut- und fruchtschädigend ist. Auch können PEGs durch das krebserregende Dioxan verunreinigt sein.

Phthalate

Beispiele: DEHP, DBP, BBP, Diethyl Phthalat (DEP) und Dimethyl Phthalat (DMP); Alcohol denat.

Sie sollen zuckerkrank und unfruchtbar machen: Phthalate, chemische Weichmacher. Im Kunststoff sorgen sie für Elastizität, in konventioneller Kosmetik für eine cremige Konsistenz. Und immer wieder passiert das: Phthalate tauchen in der Naturkosmetik als nicht näher deklarierter Bestandteil denaturierten Alkohols auf – „Alcohol denat.“ heißt das dann. Die größten Übeltäter sind DEP und DMP. Als wasser- und fettlösliche Substanzen werden sie leicht von der Haut aufgenommen, gelangen ins Blut und bringen im Körper einiges durcheinander: Sie begünstigen Diabetes und Fettleibigkeit und schädigen Spermien. Unsere Umwelt kann Weichmacher kaum abbauen.

Polyquaternium / Quaternium (jeweils in Verbindung mit einer Zahl)

Beispiele: Polyquaternium-37, Polyquaternium-7, Quaternium-15, Quaternium-31, Quaternium-60 usw.

Polyquaternium und Quaternium, kurz Polyquats und Quats, plus jeweils eine Zahl sind synthetische Haarpflegestoffe. Sie machen Haare leicht kämmbar und verhindern, dass sie sich elektrisch aufladen. Dennoch sind diese quaternären Ammoniumverbindungen für Haare, Haut und Umwelt ein echtes No-go. Sie verursachen Hautausschläge und allergische Reaktionen. Zudem sind Quats und Polyquats biologisch nur teilweise oder gar nicht abbaubar; durch die tägliche Haarwäsche landen sie im Grund- und Trinkwasser.

Propylene Glycol (PG)

Alternative Begriffe: Propylenglykol, 1,2-Propandiol, Propylenglycoldicaprylat/Dicaprat, Propylenglycolidicapras

Propylen Glycol – ein Abkömmling des Erdöls. Er soll Ihre Kopfhaut und das Haarshampoo feucht halten; das hohe Reizpotenzial gibt’s dabei frei Haus: Propylen Glycol schwächt die Zellstrukturen. Dadurch kann es – nebst weiteren im Haarshampoo enthaltenen Chemikalien – sehr leicht in Ihren Körper eindringen. Vor allem Gehirn, Leber- und Nierenschäden gehen auf das Konto von Propylen Glykol. In industriellen Anwendungen gilt PG als so toxisch, dass Werkstoff- und Sicherheitsdatenblätter vor dem Stoff warnen und Arbeiter Schutz-Kleidung tragen müssen, wenn Sie mit PG hantieren. Auf Shampoo-Flaschen stehen diese Warnhinweise nicht, obwohl die Konzentration von PG hier oftmals viel höher ist als in industriellen Anwendungen.

S

Silikone

Alternative Begriffe: Silikonweichmacher; Cyclomethicone, sämtliche Dimethicone, Dimethicone Copolyol, Amodimethicone, Lauryl Methicone Copolyol, Cetearyl methicone sowie weitere Begriffe mit der Endung -cone; Polymethylsiloxan, Polysiloxane, Cyclopentasiloxane sowie weitere Begriffe mit der Endung –xane; ebenso: Dimethiconol und Quaternium 80

Silikone machen Ihre Haare schön glatt und glänzend. Doch der Schein trügt. Denn diese vollsynthetischen Stoffe täuschen gesundes Haar nur vor: Wie ein Film legen sich Silikone glättend um jedes einzelne Haar und sorgen dadurch für Weichheit und Glanz. Aber darunter? Unter der Schicht aus Silikon staut sich die Feuchtigkeit, Haut und Haar atmen nicht mehr, versiegeln, und Schadstoffe können nicht mehr ausgeschieden werden. Die kaum wasserlöslichen Silikone lassen sich zudem nur schwer ausspülen. Feines Haar macht das schwer, was ihm das Volumen nimmt. Silikone reparieren und pflegen also nicht, sondern kleistern Haar und Kopfhaut zu. Einige Silikone sind als Tumorverursacher bekannt. Auch sind Silikone biologisch nicht abbaubar. Mit jeder Haarwäsche spülen wir sie in die Kläranlagen. Von dort gelangen sie in den Klärschlamm der Landwirtschaft und schließlich im Grundwasser. 90% aller Conditioner und ca. 50% aller Haarshampoos enthalten Silikone – es ist Zeit, umzudenken.

Sodium Laureth Sulfate / Sodium Lauryl Sulfate (SLS)
Sodium Lauryl Ether Sulfate (SLES)

Alternative Begriffe: Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurylsulfate, Sodiumlaurylsulfat, Natriumdodecylpoly-Oxyethylen, Ethersulfat, Natriumlaurethsulfat, Natriumlaurylethersulfat und Natriumpolyoxyethylen (1-4)dodecylethersulfat, Texapon K12, Natriumdodecylsulfat

SLS und SLES sorgen für Schaumberge! Europaweit sind diese Tenside und Schaumbildner die am häufigsten verwendeten Zutaten in Haarshampoos, Duschgels, Flüssigseifen, Zahncremes und Badezusätzen. Doch SLS und SLES belegen noch einen weiteren Spitzenplatz, sie gelten als aggressivste Inhaltsstoffe. Deren mögliche Effekte: Schleimhautreizung, das Verzögern von Heilungsprozessen, schwere Hautirritationen und Allergien, Organschäden an Herz, Leber, Augen (Grauer Star) und Gehirn. Zudem können sich in SLS und SLES Rückstände des krebserregenden Dioxan befinden. Dioxan stört zudem den Hormonhaushalt des Menschen, weil es dem Hormon Östrogen sehr ähnlich ist. Das kann die Spermienproduktion verringern und Brustkrebs befördern. SLS und SLES können in Haarshampoos mit anderen Inhaltsstoffen reagieren und dabei krebserregende Nitrate und Dioxine bilden.